Andreas Strasser - CC

Internationaler Fußball – Das Vorspiel (#HSVBMG) zum Rückspiel (#BMGS04)

Gelsenkirchen / Hamburg – Letzte Woche hat mich die Konfusion über den Spielplan der Borussia dann doch erwischt. War ich doch in einem intensiven „Fachgespräch“ mit einem Arbeitskollegen kurzfristig der Meinung, das heute bevorstehende Spiel gegen den Verein aus Stellingen wäre kein „normales“ Ligaspiel, sondern würde im Rahmen des DFB-Pokals bestritten werden. Diese Fehlleistung der für Fußball zuständigen Regionen meines Gehirnes war offensichtlich der Tatsache geschuldet, dass ich schon bei den Spielen gegen die Mannschaft aus Gelsenkirchen Schwierigkeiten hatte, zwischen (Europa-)Pokal und der „Wirklichkeit“ der Bundesliga zu differenzieren.

Das europäische Hinspiel zum Rückspiel hatten wir am Donnerstag, als es der Borussia nur einigermaßen gelang, die durch das letzte Auftreten in der Turnhalle am Parkstadion in die Schieflage geratenen Verhältnisse wieder gerade zu rücken. Im Grunde war das auch nicht mehr notwendig, denn das (Liga-)Rückspiel zum Hinspiel am sechsten Spieltag (0:4) ist uns am 23. Spieltag (4:2) im heimischen Stadion im Borussiapark, an der Hennes-Weisweiler-Allee, in Mönchengladbach, am linken Niederrhein, schon recht eindrucksvoll gelungen.

Dennoch behält man so eine Klatsche natürlich im Hinterkopf, wenn man denn dann zum nächsten Mal in Buer durch den Kreisverkehr fährt.

Für ein Bundesligaspiel wäre es ein, den Verhältnissen entsprechend, gutes Spiel der Schalker gewesen. Für die Auswärtsgiganten aus Gladbach war es jedenfalls keine Enttäuschung einen Punkt aus Gelsenkirchen mitzubringen. Leider war es aber kein Spiel unter DFL Regie, sondern wurde unter UEFA Regime veranstaltet. Da gab es keine Punkte, sondern „nur“ das Auswärtstor mit nach Hause zu nehmen. Und da Auswärtstore „doppelt zählen“, würde der Borussia am nächsten Donnerstag schon ein 0:0 oder aber ein Sieg in beliebiger Höhe genügen, um das hauseigene Reisebüro die nächste Doppelschicht fahren zu lassen.

Schalke hat es da nicht einfacher. Sie müssen gewinnen oder aber ein Unentschieden mit mindestens zwei Toren erzwingen.

Wer aber in der Option eines 0:0 für die Fohlen vermeintlich eine realistische Variante sieht, der hat sie in dieser Saison noch nicht wirklich spielen sehen. Denn eines kann man von Dieter Heckings Mannschaft leider wohl noch nicht erwarten – das Einhalten der in Schalke von einem Holländer erfundenen Regel, dass „die Null“ unter allen Umständen zu „stehen“ hat… das sah leider nicht nur im nationalen Rückspiel vor dem internationalen Hinspiel gegen die Schalker schon nicht so aus.

Doch solange sich die Mannschaft aus dem Revier auch am Donnerstag selbst nicht daran hält, soll es uns recht sein. Denn nach vorne läuft es bei uns, zum Glück, zur Zeit zuverlässig besser.

Heute geht es also im letzten Vor(bereitungs)spiel zum letzten Rückspiel gegen Schalke zunächst und zuvorderst um das Saisonziel 1a. – den Klub, mit dem der ehemalige „niederländische“ Nationalspieler, Weltmeister, mehrfache Europameister, mehrfache Pokalsieger, mehrfache deutscher Meister und heutige Vizepräsident der Borussia, Rainer Bohnhof, völlig unerklärlicher Weise einmal Deutscher Vizemeister wurde, in der Bundesligatabelle wieder zu überholen.

Dafür braucht Borussia drei Punkte.

Die gibt es in Hamburg!

Holt sie euch!


Den einzig zurechnungsfähigen Vorbericht für heute Abend gibt es bei den Freunden von der SEITENWAHL!


(Foto: Herbertstrasse, HH St.Pauli)

Kommentare ( 2 )

  • Lieber Klaus , so ist das Leben. Eberhard Bauer, ein Sachse und immerwährender HSV-Fan hat beständig gesagt : „Waller, unsere Jungs sind noch nie abgestiegen!!!“ Das es so bleibt, dafür müssen sie hin und wieder etwas tun, und dafür musste auch die Borussia M. Gl. einen kleinen Beitrag leisten. Es tut mir sehr Leid, aber so ist das Leben. Es tut mir für Martin und für dich besonders Leid, das ausgerechnet M. Gl. dieses Opfer bringen musste. Herzliche Grüße aus Karnap, Dein alter Vater.

    • Neee Vaddern, das war gestern kein „Opfer“ – denn das wäre ja freiwillig gewesen – das war leider eine vollkommen verdiente Niederlage! Der HSV hat das gestern einfach besser gemacht und auch verdient gewonnen. Es war aber irgendwo auch verständlich, denn bei der Spielfrequenz welche die Borussen zur Zeit haben, sieht man einfach, dass Niveau und Leistung nicht beliebig abrufbar sind. Wenn dann auch noch eine ganze Handvoll wichtiger Spieler gerade unpässlich sind, dann sieht man dann leider, wo für eine Mannschaft wie Gladbach die Grenzen sind.

      Das wirklich ärgerliche an diesem Hamburger Wochenende war eigentlich die Tatsache das der FSCP zuhause verloren hat… Die hatten gerade – wie der HSV – eigentlich und endlich wieder einen guten Lauf und für die geht es tatsächlich – genau so wie für den HSV – auch noch ums Überleben in der Liga.

      Wir holen uns die Punkte dann eben von den Bayern! ;-)

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